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	<title>Täterarbeit + Täterinnenarbeit</title>
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	<description>Kompetenzagentur - genderorientierte Gewaltberatung</description>
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		<title>Einladung an alle Krisen- Konflikt und Gewaltberater und Gewaltberaterinnen</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Mar 2009 10:54:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktivitäten]]></category>

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		<description><![CDATA[Wichtige Erg&#228;nzung:
Tagungsort ist Herten/Westfalen. Thorsten Rehberg  l&#228;dt in seiner Einrichtung alle Beteiligten ein. Zum &#220;bernachten hat Thorsten  Zimmer im &#8220;Hotel am Schlossberg&#8221; reserviert.(DZ 80 €). Anmeldungen bitte &#252;ber  Dietrich Seifert &#8211; siehe weiter unten&#8230;.

Contour-Rundbrief
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
seit einiger Zeit arbeiten einige Kollegen/Innen an der Idee, eine m&#246;glichst vielschichtige Vernetzung unserer Arbeit zu erm&#246;glichen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wichtige Erg&#228;nzung:</p>
<div><span style="font-family: Arial; font-size: x-small;"><strong>Tagungsort ist Herten/Westfalen.</strong> Thorsten Rehberg  l&#228;dt in seiner Einrichtung alle Beteiligten ein. Zum &#220;bernachten hat Thorsten  Zimmer im &#8220;Hotel am Schlossberg&#8221; reserviert.(DZ 80 €). Anmeldungen bitte &#252;ber  Dietrich Seifert &#8211; siehe weiter unten&#8230;.<br />
</span></div>
<p><strong>Contour-Rundbrief</strong></p>
<p>Liebe Kolleginnen und Kollegen,</p>
<p>seit einiger Zeit arbeiten einige Kollegen/Innen an der Idee, eine m&#246;glichst vielschichtige Vernetzung unserer Arbeit zu erm&#246;glichen. Wir haben einiges an Zeit und auch Umwegen in Kauf genommen, um Inhalte und Ziele der Contour zu formulieren. Diese Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen. Wir sehen uns am Anfang eines daraus zu entwickelnden Berufsverbundes.</p>
<p><strong>Contour </strong>soll nach derzeitigem Stand zum Interessenverband aller Gewaltberater/Innen und Konfliktberater/Innen (ausgebildet nach dem <strong>„Hamburger Modell</strong>&#8220;) werden.</p>
<p>Aus eigener Erfahrung wissen wir, wie wesentlich Kontakt und Beziehung als Bestandteile unserer Arbeit sind. Wir regen an, diese Haltung auch f&#252;r uns als Lobby der T&#228;ter/Innenarbeit zu nutzen. Eine vergleichbare Verbindung auf einer gemeinsamen Grundlage gibt es im deutschsprachigen Raum unserem Wissen nach nicht.<br />
Unser Wunsch ist es, diesen Leerraum gemeinsam mit euch zu f&#252;llen.</p>
<p><strong>Contour</strong> kann so endlich die Plattform f&#252;r fachliche Kommunikation von Flensburg &#252;ber Bern bis Salzburg werden. Neuen Kolleg/Innen wird so die M&#246;glichkeit geboten, mit etablierten Einrichtungen in Kontakt zu kommen und an gemachten Erfahrungen teilzuhaben. Alte Kolleginnen und Kollegen sind so beteiligt an den neusten Entwicklungen und Erkenntnissen und erleben so die breite Palette gewaltberaterischer Angebote.<ins datetime="2008-09-18T10:50" cite="mailto:admin"> </ins></p>
<p>In der Vergangenheit haben einige Kolleg/Innen auf dem Deutschen Pr&#228;ventionstag (Leipzig / Wiesbaden / N&#252;rnberg / Hannover) und auf dem Jugendhilfetag unser Beratungsangebot (Gewaltberatung nach dem Hamburger Modell) pr&#228;sentiert.</p>
<p>Wir wollen diese notwendige Pr&#228;senz intensivieren / aktualisieren und f&#252;r m&#246;glichst viele Beratungsstellen und Kolleg/Innen sprechen. Dazu ben&#246;tigen wir Eure Zustimmung und Eure Mitarbeit.</p>
<p>Ganz oben steht, unserem „<strong>Hamburger Modell</strong>&#8221; als Fundament unserer T&#228;ter- und T&#228;terInnenarbeit, politisch gesellschaftlich zu der Anerkennung und Wertsch&#228;tzung zu verhelfen, die diesem Modell  geb&#252;hrt.</p>
<p>Wir laden deshalb am <strong>18.6./20.6.09</strong> zu einem Fachaustausch ein. Zur Zeit suchen wir einen geeigneten Tagunsort/ Raum.</p>
<p>Wir bitten bis zum <strong>29.3.09</strong> um eine R&#252;ckmeldung ob Ihr/Du an diesem Treffen teilnehmt oder  in Zukunft an diesem Konzept mitarbeiten wollt. Sowie der Ort fest steht, werdet Ihr benachrichtigt. Unsere Hoffnung ist, viele von Euch zu erreichen, helft uns dabei!</p>
<p>Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en</p>
<p>Dietrich Seifert, Michael Wenzel und Stefan Fass</p>
<p>PS.   R&#252;ckmeldungen &#252;ber Interesse an unserer Idee ist f&#252;r uns wichtig, vor allem f&#252;r die Vorbereitung und Organisation weiterer Treffen. Wir sind gespannt und aufgeregt!</p>
<p>Anmeldungen sendet Ihr bitte an  Dietrich Seifert                                  <strong>dietrich seifert (at) stadt wolfsburg.de</strong></p>
<p>Oder Tel. <strong>05361/ 890616 </strong></p>
<p>Contour besteht (zur Zeit) aus folgenden Ideenentwicklern (Stand Feb 09)</p>
<p>M. Wenzel / S. Fass / D.Seifert / T. Rehberg / F. Arlandt / J. Krabbe / S. Gr&#228;bener / G. Willert / S. Seifert-Wiezorkowski / E. Hansen / N. H&#252;lquist / T. Lindenberg</p>
<p>Struktur  f&#252;r das Arbeitstreffen:</p>
<p>Anreise                     18.06.2009    bis       20 h                           Kontakt der TeilnehmerInnen</p>
<p>Arbeitsbeginn          19.06.2009    ab       9.30 h</p>
<p>Einf&#252;hrungsreferat                                    Contour:       Geschichte, Stand,Vision</p>
<p>10.30 h      :                Ideen, Bedarf, W&#252;nsche der Teilnehmer(innen)</p>
<p>Pause</p>
<p>10.45                         Impulsreferat                        M. Wenzel</p>
<p>Medienpr&#228;senz</p>
<p>Beispiele, Erfahrungen,</p>
<p>Bedarf</p>
<p>Pause</p>
<p>12.00 h                      Berichte der Teilnehmer</p>
<p>Pause</p>
<p>15.00 h                      Impulsreferat         S. Seifert-Wieczorkowsky</p>
<p>Neue Entwicklungen in derAusbildung,BAG T&#228;terarbeit</p>
<p>Pause</p>
<p>16,45 h                      Ziele, Veranstaltungen,Referenten</p>
<p>19.30 h                      Lagerfeuer, Grillen</p>
<p>Sonnabend 20.06.2009</p>
<p>10.00 h                      Stimmungsbarometer</p>
<p>Pause</p>
<p>11.15 h                      Ergebnisse, Auswertung,Anregungen, Initiativen</p>
<p>13.00 h                      Offizielles Ende</p>
<p>14.00 h                      Essen</p>
<p>Kulturprogramm auf Wunsch</p>
<p>Wir freuen uns auf Euch!!!</p>
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		</item>
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		<title>Frauen sind Opfer! D&#252;rfen Frauen auch als T&#228;terinnen wahrgenommen werden?</title>
		<link>http://contourag.de/index.php/32/frauen-sind-opfer-duerfen-frauen-auch-als-taeterinnen-wahrgenommen-werden</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Jan 2008 16:09:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktivitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit mit Täterinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Täterarbeit bei häuslicher Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[politische Dimension Täterarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[gewalttätige Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Täterinnenarbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Tagt&#228;glich lesen wir in der Presse wie M&#228;nner Frauen vergewaltigen, verpr&#252;geln, Amok laufen: „Stiefvater misshandelte 13 Jahre lang seine Stieftochter“ oder „Ehemann stach 10 mal mit einem Brotmesser auf seine Ehefrau ein“.
Wagen wir das gedankliche Experiment und &#252;bersetzen das Gelesene ins Weibliche: „Stiefmutter misshandelte 13 Jahre lang ihren Stiefsohn“ oder „Ehefrau stach 10 mal mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tagt&#228;glich lesen wir in der Presse wie M&#228;nner Frauen vergewaltigen, verpr&#252;geln, Amok laufen: „Stiefvater misshandelte 13 Jahre lang seine Stieftochter“ oder „Ehemann stach 10 mal mit einem Brotmesser auf seine Ehefrau ein“.</p>
<p><strong>Wagen wir das gedankliche Experiment und &#252;bersetzen das Gelesene ins Weibliche: „Stiefmutter misshandelte 13 Jahre lang ihren Stiefsohn“ oder „Ehefrau stach 10 mal mit einem Brotmesser auf ihren Ehemann ein“.</strong></p>
<p><strong>Wie wirkt das?</strong></p>
<p>D&#252;rfen wir T&#228;terinnen mitdenken oder gilt eher die Devise: „Es kann nicht sein, was nicht sein darf“.</p>
<p>&#8220;Verf&#252;hrt&#8221; eine 30 j&#228;hrige Frau einen 14 j&#228;hrigen Jungen, so ist das kein sexueller Missbrauch. &#8220;Verf&#252;hrt&#8221; jedoch ein 30 j&#228;hriger Mann ein 14 j&#228;hriges M&#228;dchen, ist das auf jeden Fall Missbrauch. Ein weiterer Mythos ist, dass Frauen ihre Kinder nur aus entschuldigter &#220;berforderung heraus schlagen.</p>
<p><strong>Es gilt allgemein: “Frauen sind Opfer – Frauen sind gut“ und „M&#228;nner sind Retter oder T&#228;ter“.</strong></p>
<p>Frauen als T&#228;terinnen zu sehen, bringt unser Weltbild durcheinander, nicht nur in der feministischen Diskussion. J&#252;ngst spielte sich in Familienkreis folgende Gespr&#228;chssituation ab: Zuerst war das allgemeine Thema Gewalt, Gewalt in der Schule, h&#228;usliche Gewalt, Gewalt durch M&#228;nner. Die Diskussion wurde immer intensiver bis zu dem Satz „auch Frauen schlagen ihre Kinder“. Darauf kam die prompte Antwort von einem Freund „na, das ist ja was v&#246;llig anderes!“ Ja, ist es das? An dieser Stelle brach die Diskussion abrupt ab.Daran wird deutlich, wie tabuisiert und bagatellisiert Gewaltaus&#252;bung durch Frauen immer noch ist.</p>
<p>Hier zu Lande liegen kaum Forschungsergebnisse zum Thema T&#228;terinnen vor. M&#228;dchen und Jungen, die von Gewalt durch Frauen berichten, sind zahlenm&#228;&#223;ig in der Minderheit. Wir gehen im sogenannten Hellfeld im Allgemeinen von ca. 10% bis 20% aus.<br />
Das Hellfeld ist nur die statistisch wahrgenommenen Gewalt. Das Dunkelfeld ist sicher gr&#246;&#223;er. Hinzu kommt die steigende Zahl an gewaltt&#228;tigen M&#228;dchen.</p>
<p>Obwohl statistisch gesehen in der Minderheit, stellen T&#228;terinnen eine Gruppe dar, die keinesfalls mehr vernachl&#228;ssigt werden darf.</p>
<p><strong>Warum wollen wir als Frauen da nicht hin sehen?</strong></p>
<p><span id="more-32"></span></p>
<p>Gerade wir Frauen haben bisher den Blick nur auf den T&#228;ter gerichtet. Die T&#228;terarbeit haben wir in den letzten Jahren entweder zu Recht abgewiesen, denn das war und ist Aufgabe von M&#228;nnern.<br />
Oder wir haben uns ihrer bem&#228;chtigt, um eben die M&#228;nner zu kontrollieren, die T&#228;terarbeit anbieten.</p>
<p>Den Blick nun auf das eigene Geschlecht zu richten, l&#246;st Irritationen und Widerstand aus. Sie besteht in der Ja &#8211; aber &#8211; Haltung. Einerseits erkennen Frauen, die im Sozialbereich t&#228;tig sind, dass unbedingter Handlungsbedarf besteht, andererseits ist das Vakuum der Angst da, verbalisiert in dem verunsicherten Satz: „Wie viele Frauen sind es wirklich? Und warum tun sie das?“</p>
<p>Es ist eine Herausforderung sich diesen Fragen zu stellen, es zu benennen das auch Frauen gewaltt&#228;tig sind, und sich auf die Suche nach Antworten zu begeben.</p>
<p><strong>Jetzt kommt die Anforderung auf uns zu, mit T&#228;terinnen zu arbeiten.</strong></p>
<p>Keine Frau, die mit Opfern von Gewalt arbeitet, egal ob Junge oder M&#228;dchen, kann ernsthaft die Absicht haben, dass Gewaltaus&#252;bung durch Frauen zum Familiengeheimnis wird. &#214;ffentlich machen, kontroverse Diskussionen anregen, &#196;ngste und Unsicherheiten benennen, damit sie Raum bekommen, muss das Ziel sein. Erst dann trauen sich Opfer &#252;ber ihre Gewalterfahrung durch T&#228;terinnen zu reden und erst dann k&#246;nnen Frauen, die gesellschaftlich gesehen immer noch dem g&#228;ngigen Bild einer friedfertigen, passiven und opferbereiten Frau zugeschrieben werden, als T&#228;terinnen ernst genommen werden.</p>
<p>Gewalt bedeutet f&#252;r uns jede k&#246;rperliche Verletzung einer Person durch eine andere und die Androhung von physischer Gewalt. Diese Definition entspricht nahezu dem Alltagsverst&#228;ndnis, das Gewalt mit t&#228;tlicher Beeintr&#228;chtigung, also schlagen, treten, t&#246;ten assoziiert wird. Kommen Handlungen wie Vergewaltigung, sexueller Missbrauch hinzu sprechen wir von sexualisierter Gewalt.</p>
<p>Ferner gehen wir davon aus, dass Gewalt grunds&#228;tzlich als intentionaler Handlungsbegriff zu verstehen ist. Das hei&#223;t, jeder Gewalthandlung liegt eine Entscheidung zur Gewalt zugrunde. Gewalt ist ein willentlicher, selbst zu verantwortender Akt!</p>
<p>Gewalt zerst&#246;rt die Grundlage jeder Beziehung, denn Gewalt erzeugt Angst und Angst macht Vertrauen unm&#246;glich. Gewalt zerst&#246;rt somit die Opfer und die T&#228;terinnen.</p>
<p><strong>Auch die T&#228;terinnen bei h&#228;uslicher Gewalt  zerst&#246;ren das,  was sie am meisten lieben – ihre Familie, ihre Beziehungen.</strong></p>
<p>Gewalt ist kein Ausdruck von &#220;berlegenheit oder gar St&#228;rke, sondern von Hilflosigkeit. Diese Dynamik zu verstehen, bietet der T&#228;terin die M&#246;glichkeit konstruktive Verhaltensweisen zu lernen. Eigenen Grenzen zu erkennen, &#220;berforderungen ernst zu nehmen, sind Wege aus der Gewalt. Denn Gewaltaus&#252;bung ist Konfliktvermeidung und nicht Konfliktl&#246;sung!</p>
<p><strong>Der Gewinn ist eindeutig: Kontakt und Beziehung.</strong></p>
<p>Zu erleben, dass Aggression nicht der Ausl&#246;ser f&#252;r gewaltt&#228;tiges Handeln ist, erm&#246;glicht die Chance Streit „zu lernen“. Nicht der Streit ist die Ursache von Gewalt, sondern die Streitvermeidung. Aggressionen sind notwendig, um sich auseinander zu setzen, um &#196;rger und W&#252;nschen in offener direkter und konstruktiver Form Ausdruck zu verleihen. Trotz Emanzipation und Frauenbewegung f&#228;llt es vielen Frauen noch schwer, sich von den stereotypen, geschlechtsspezifischen zugeschriebenen Attributen, wie allumsorgend, friedfertig, schlichtend und zur&#252;ckhaltend zu verabschieden damit ihr &#196;rger, ihre Wut, ihre Aggression &#252;berhaupt ins eigene Bewusstsein kommen d&#252;rfen.</p>
<p><strong>Um dieses Ziel zu erreichen, m&#252;ssen wir T&#228;terinnen ernst nehmen, und impliziert die Haltung ihr die Verantwortung f&#252;r ihre Tat zu geben und nicht durch Verharmlosung die ausge&#252;bte Gewalt herunterzuspielen. Verstehen, aber mit der Tat nicht einverstanden sein, ist die Grundvoraussetzung.<br />
Erst wenn die betroffenen Frauen die Verantwortung f&#252;r ihr Handeln &#252;bernehmen, ist ein weiteres professionelles Arbeiten mit ihnen m&#246;glich.</strong></p>
<p>Der konstruktive Beratungsprozess wird unterst&#252;tzt durch eine wertsch&#228;tzende und ressourcenorientierten Haltung von Seiten der Beraterin. Der frauenspezifische Gewaltkreislauf bildet in der Beratung ein Mosaikstein, der zum besseren Verst&#228;ndnis der T&#228;terinnendynamik beitr&#228;gt. Die Frau erlangt Erkenntnisse, wieso sie gewaltt&#228;tig ist und welcher Prozess unmittelbar nach der Tat in Gang gesetzt wird.</p>
<p><strong>Voraussetzung f&#252;r diesen Beratungsweg ist die Haltung:</strong></p>
<ul>
<li>Frauen nicht nur in der Position des Opfers zu sehen, sondern sie auch als T&#228;terinnen mitzudenken, wahrzunehmen.</li>
<li>Jungen und M&#228;nner nicht nur in der Position als T&#228;ter, sondern auch als Opfer von weiblicher Gewalt wahrzunehmen.</li>
</ul>
<p>Der gedankliche Spagat scheint schwierig, geraten doch vertraute Bilder ins Wanken, wenn frau die Unsicherheiten, die damit verbunden sind zul&#228;sst. Die Zweifel, die &#196;ngste sind notwendig damit eine klare Haltung zur Frage der T&#228;terschaft von Frauen entstehen kann. Erst wenn dies geschehen ist, k&#246;nnen wir hinsehen und hinh&#246;ren, wenn M&#228;dchen, Jungen und M&#228;nner von ihren Missbrauchserfahrungen durch Frauen berichten. Erst dann h&#246;ren wir ihre Ohnmachtserfahrungen, weil wir sie innerlich nicht nivellieren oder gar abwerten m&#252;ssen, da wir es akzeptieren k&#246;nnen, dass z.B. die m&#228;nnliche Erfahrung eine andere und gleichsam schlimme ist.</p>
<p><strong>Edna Hansen-Beckers,<br />
Sabine Seifert-Wieczorkowsky</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Gendermainstreaming und Gewaltberatung</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jul 2007 12:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit mit Täterinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Täterarbeit bei häuslicher Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[politische Dimension Täterarbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[ Ein Vortrag von Sabine Seifert-Wieczorkowsky anl&#228;sslich einer Contour-Tagung im Februar 2007 
Es ist ein grundlegender Irrtum, bei der Gleichberechtigung  von der Gleichheit auszugehen.Die Gleichberechtigung baut auf die Gleichwertigkeit auf, die die Andersartigkeit anerkennt. (Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts)
 Ein Wort vorweg, bevor die Inhalte des Gender Mainstreaming beleuchtet werden:
Gender Mainstreaming kann, darf und soll die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4><strong> Ein Vortrag von Sabine Seifert-Wieczorkowsky anl&#228;sslich einer Contour-Tagung im Februar 2007 </strong></h4>
<blockquote><p>Es ist ein grundlegender Irrtum, bei der Gleichberechtigung  von der Gleichheit auszugehen.Die Gleichberechtigung baut auf die Gleichwertigkeit auf, die die Andersartigkeit anerkennt. (Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts)</p></blockquote>
<h3> <strong>Ein Wort vorweg, bevor die Inhalte des Gender Mainstreaming beleuchtet werden:</strong></h3>
<p>Gender Mainstreaming kann, darf und soll die Frauenf&#246;rderung auf keinen Fall ersetzen.</p>
<p>Gender ist eine Strategie, um Geschlechterungerechtigkeiten aufzudecken und zu beheben. Z.B. stellt Gender fest, dass M&#228;dchen, die nicht Fu&#223;ball spielen, ihr Volleyballfeld im Stadtpark bekommen (wo Jungen selbstverst&#228;ndlich ihren Bolzplatz haben). Frauenf&#246;rderung setzt sich daf&#252;r ein, dass M&#228;dchenfu&#223;ball mit in die Lehrpl&#228;ne aufgenommen wird und dass &#246;rtliche Fu&#223;ballvereine M&#228;dchenmannschaften aufbauen.<br />
Die UN-Weltfrauenkonferenz in Peking 1995 ist ein Meilenstein in der Geschichte der internationalen Frauenpolitik und war weltweit Ausl&#246;ser f&#252;r zahlreiche staatliche Initiativen f&#252;r mehr Gleichstellung und Gleichberechtigung der Geschlechter. Die Aktionsplattform von Peking verk&#246;rpert einen historischen Konsens, der von 189 Staaten unterzeichnet wurde.</p>
<p><span id="more-17"></span>2 Jahre sp&#228;ter entsteht der so genannte Amsterdamer Vertrag (1997). Hier verpflichten sich die EU Mitgliedsstaaten darauf, „Ungleichheiten zu beseitigen und die Gleichstellung von M&#228;nnern und Frauen zu f&#246;rdern&#8221;.</p>
<p><img src="http://contourag.de/wp-content/uploads/2007/07/blauquader3.jpg" title="blauquader3.jpg" alt="blauquader3.jpg" align="left" hspace="2" vspace="2" />In Deutschland ist das Konzept Gender Mainstreaming in einem Kabinettsbeschluss vom Juni 1999 verankert worden, in dem sich die Bundesregierung verpflichtet, die Gleichstellung von M&#228;nnern und Frauen zum durchg&#228;ngigen Leitprinzip und zur Querschnittsaufgabe ihres Handelns zu machen.</p>
<p>Was hei&#223;t das nun aber nach dem wir die politischen Zusammenh&#228;nge gekl&#228;rt haben?</p>
<p>Gender Mainstreaming bedeutet, laut Bundesfrauenministerium, bei allen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und M&#228;nnern von vornherein und regelm&#228;&#223;ig zu ber&#252;cksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt.</p>
<p>&#8220;Gender&#8221; bezeichnet die gesellschaftlich, sozial und kulturell gepr&#228;gten Geschlechtsrollen von Frauen und M&#228;nnern. Diese sind &#8211; anders als das biologische Geschlecht &#8211; erlernt und damit auch ver&#228;nderbar.</p>
<p>Mainstreaming bedeutet, dass eine bestimmte inhaltliche Vorgabe, die bisher nicht das Handeln bestimmt hat, nun zu einem wichtigen Bestandteil bei allen Vorhaben gemacht wird. Durch die Ausrichtung an den Lebensrealit&#228;ten beider Geschlechter wird die Wirksamkeit der Ma&#223;nahmen und Vorhaben erh&#246;ht, da sie pass- und zielgenauer werden.</p>
<p><!--more--></p>
<h3>Ein Beispiel dazu:</h3>
<p>Meistens ist es so, dass Frauen kleinere H&#228;nde als M&#228;nner haben. Diesen augenscheinlich kleinen<img src="http://contourag.de/wp-content/uploads/2007/09/waffefrauenhand.gif" title="waffefrauenhand.gif" alt="waffefrauenhand.gif" align="right" border="1" hspace="10" vspace="2" /> Unterschied zu beachten, kann im Polizisten(innen)-Alltag lebensrettend sein. J&#252;ngst musste das nordreihein- westf&#228;lische Innenministerium f&#252;r seine 43.000 Polizistinnen und Polizisten neue Dienstwaffen anschaffen. Eine Reihe in Frage kommender Waffen wurden verschiedenen Tests unterzogen und da die Gleichstellungsbeauftragte, Frau Jutta Ben Lasfar, mit &#252;ber die Testreihen wachte, nahmen neben Polizisten auch Polizistinnen daran teil.</p>
<p>In vielen Fragen waren sich die Tester und Testerinnen einig, allein bei der Handhabung des Griffst&#252;cks unter der Fragestellung &#8220;L&#228;sst sich der Magazinhalter mit dem Daumen der Schusshand erreichen&#8221; klafften die Ergebnisse auseinander.</p>
<p>Angeschafft wurde eine Dienstpistole mit einem Griff der flexibel vergr&#246;&#223;ert oder verkleinert werden kann.  Und dar&#252;ber haben sich nicht nur die Frauen gefreut, sondern auch die M&#228;nner mit kleineren H&#228;nden.</p>
<p align="right">(verg. EMMA Juli/Aug. 2007, Chantal Louis)</p>
<p>Die Wirksamkeit der Ma&#223;nahme und deren &#8220;Passgenauigkeit&#8221; muss, so meine ich, nicht mehr besonders erw&#228;hnt werden.</p>
<p>Stereotype Geschlechterrollen, im privaten wie im &#246;ffentlichen Raum sollen durch die Genderstrategie hinterfragt, im emanzipatorischen Sinne ver&#228;ndern und Gender als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe betrachtet werden.</p>
<p>Gender Mainstreaming sollte explizit verstanden werden als Befreiung von traditionellen Geschlechterrollen. Der Mythos der Geschlechterneutralit&#228;t politischer und unternehmerischer Ma&#223;nahmen und Entscheidungen, hat keinen Platz mehr!</p>
<p>Seit dem 01.01.2007 haben wir das Elterngeld f&#252;r 14 Monate, so dass einer partnerschaftlichen Teilung der Erwerbsarbeit, der Kindererziehung und der Hausarbeit hierzu Lande  nichts im Wege steht.</p>
<p>Und trotzdem bleiben bis zum 6. Lebensjahr zum &#252;berwiegenden Teil die Frauen zu Hause. Immerhin f&#252;hlen sich 90% der Manager zerrissen, soll hei&#223;en auf der einen Seite der Familienanspruch und auf der anderen Seite die beruflichen Anforderungen. Haupthindernis in Deutschland f&#252;r die Inanspruchnahme von Elternzeit/ Teilzeitarbeit ist der pr&#228;senzorientierte Leistungsbegriff, d.h. Leistung als physische Pr&#228;sens am Arbeitsplatz hinter der sich das Vorurteil und die Erwartung verbirgt: &#8220;Der Mann ist sein Beruf&#8221;. Haus- und Familienarbeit gilt nicht als Arbeit.</p>
<h3>Einige Fakten dazu:</h3>
<ul type="square">
<li>52,3 % aller Paare leben das Modell: der Mann      arbeitet Vollzeit und die Frau ist nicht erwerbst&#228;tig.</li>
<li>Aber nur 5,7% der Paare w&#252;nschen sich diese      Konstellation.</li>
</ul>
<p>§         Wunschvorstellung ist, das 77 % der M&#228;nner gerne weniger Arbeiten m&#246;chten.</p>
<ul type="square">
<li>W&#252;rde dieser Wunsch in die Realit&#228;t umgesetzt      werden,  k&#246;nnten Frauen und M&#228;nner      davon profitieren.</li>
<li>Umfrageergebnisse &#252;ber einen Zeitraum der      letzen 10 Jahre beinhalten: Frauen verbringen inzwischen 329 Min. weniger      t&#228;glich f&#252;r Haus-/ und Familienarbeit, M&#228;nner 28 Minuten mehr.</li>
<li>Frauen verbringen 56 Min. t&#228;glich weniger f&#252;r      die Kinderbetreuung, M&#228;nner 36 Min. mehr.</li>
<li>die Erwerbszeit bei M&#228;nnern ist trotz der      gestiegenen Zeit f&#252;r Familie, Haushalt und Kinderbetreuung gleich      geblieben,  sie verbringen jedoch      weniger Zeit f&#252;r Hobby und Freizeit. W&#228;hrend Frauen eine t&#228;gliche      Arbeitszeitreduzierung f&#252;r die Vereinbarkeit von Familie und Beruf      bevorzugen, m&#246;chten V&#228;ter lieber eine Reduktion der Arbeitszeit in      gr&#246;&#223;eren Bl&#246;cken, d.h. eine       Flexibilisierung der Wochenarbeitszeit</li>
</ul>
<p>V&#228;terpolitik zu leben, bedeutet  keine neuen Normative aufzubauen, sondern Ma&#223;nahmen am &#8220;realen Leben&#8221; von M&#228;nnern anzusetzen.</p>
<p align="right">(vergl. Vortrag &#8220;Auch M&#228;nner haben ein Vereinbarkeitsproblem&#8221;, Dr. D&#246;ge, Institut f&#252;r anwendungsorientierte Innovations- und Zukunftsforschung)</p>
<p align="right">&nbsp;</p>
<h3><img src="http://contourag.de/wp-content/uploads/2007/07/fuellerpfeil11.jpg" title="fuellerpfeil11.jpg" alt="fuellerpfeil11.jpg" align="left" border="1" hspace="5" vspace="2" />Ein Beispiel:</h3>
<p>Der Arbeitsmarkt in Europa ist im Umbruch begriffen, wodurch sich auch die Erwerbs- und Berufsbiographien der einzelnen M&#228;nner und Frauen ver&#228;ndern.</p>
<p>Besonders M&#228;nner sind von dieser Ver&#228;nderung betroffen, da das bislang  nicht hinterfragte „Normalerwerbsmodell&#8221; (Vollzeit, kontinuierliche Besch&#228;ftigung &#252;ber den gesamten Lebenslauf, Familienern&#228;hrer-Rolle) seltener wird. Neue flexible Formen von Arbeit und mehrfach unterbrochene Erwerbsverl&#228;ufe (z.B. Arbeitslosigkeit) werden der „Normalfall der Zukunft&#8221; f&#252;r M&#228;nner.</p>
<p>Welche ad&#228;quaten M&#246;glichkeiten der Bew&#228;ltigungsstrategien stehen M&#228;nnern hier zur Verf&#252;gung, auch im Hinblick auf eine Neuverteilung von Erwerbs &#8211; und Familienarbeit zwischen den Geschlechtern? Daf&#252;r ist es erforderlich sich mit der zukunftsweisenden gesellschaftlichen Entwicklungen von Kindern- und Familienfreundlichkeit sowie Geschlechtergerechtigkeit auseinander zu setzen.</p>
<p>Welche Auswirkungen das, unter anderem, auf die m&#228;nnliche Gesundheit hat wissen wir unl&#228;ngst:</p>
<p>Bis zum Alter von 65 Jahren sterben M&#228;nner, im Vergleich mit dem weiblichen Geschlecht</p>
<ul type="square">
<li>5 mal h&#228;ufiger am Herzinfarkt</li>
<li>3 mal h&#228;ufiger an Verkehrsunf&#228;llen</li>
<li>3 mal h&#228;ufiger an Aids</li>
<li>3 mal h&#228;ufiger an Lungenkrebs</li>
<li>3 mal h&#228;ufiger an Suizid</li>
<li>2 mal h&#228;ufiger an Leberzirrhose</li>
</ul>
<p>Mann sein in unserer Gesellschaft, scheint ein Risikofaktor zu sein. Dies belegt auch sehr eindeutig die  Klosterstudie, von Prof. Dr. Marc Luy. Von 1890 bis 1995 wurde die Lebenserwartung von ca. 11.000 M&#246;nchen und Nonnen aus 11 bayrischen Kl&#246;stern miteinander und mit der allgemeinen Bev&#246;lkerung verglichen. Die Durchf&#252;hrung der Studie erfolgte in Kl&#246;stern, da dort identische Tagesabl&#228;ufe unter M&#228;nnern und Frauen bestehen und Risikofaktoren wie Zigaretten, Alkohol und beruflicher Stress auszuschlie&#223;en sind.</p>
<p>Resultat: Die Lebenserwartung der M&#246;nche und Nonnen war nahezu gleich, d.h. das durchschnittliche Lebensalter unterschied sich nur noch um 1 Jahr, statt um 6 Jahre wie bei der Gesamtbev&#246;lkerung (Frauen ca. 82 Jahre / M&#228;nner ca. 76 Jahre) .<br />
Prof. Dr. Luy meint dazu &#8220;Dass Frauen statistisch l&#228;nger leben als M&#228;nner, ist also nicht naturgegeben, sondern offenbar beeinflussbar.&#8221;</p>
<p>&#8220;Schnell, gef&#228;hrlich und gesundheitssch&#228;digend&#8221; unter diesem Motto strebt das Gros des starken Geschlechts von der Pubert&#228;t an einem fr&#252;hen Tod entgegen. &#8220;Leb schnell &#8211; stirb jung&#8221;, dieser Slogan k&#246;nnte ein Jungen- und M&#228;nnerleben pr&#228;gen.</p>
<p align="left">Wobei an dieser Stelle nicht au&#223;er Acht gelassen werden darf, dass Frauen auch rauchen und arbeiten, jedoch erst im gleichen Ma&#223;e wie die M&#228;nner seit der Generation der heute 30- 40 j&#228;hrigen. (vergl. Klosterstudie, Prof. Dr. Marc Luy, Uni Rostock)</p>
<p align="right">&nbsp;</p>
<p><strong><em>Die geschlechtsneutrale Betrachtungsweise im Gesundheitswesen hat auf beiden Seiten der Geschlechter gesundheitliche &#8220;Sch&#228;den&#8221; angerichtet.</em></strong></p>
<p><img src="http://contourag.de/wp-content/uploads/2007/07/pfleilrechtsdunkel.jpg" title="pfleilrechtsdunkel.jpg" alt="pfleilrechtsdunkel.jpg" align="left" border="1" hspace="10" vspace="2" />Es gibt Krankheiten, die eher als M&#228;nnerkrankheiten wahrgenommen und dementsprechend auch behandelt werden, z.B. der Herzinfarkt. Das hat zur Folge, dass sich Ursachenforschung und die Erprobung von neuen Therapieformen zum &#252;berwiegenden Teil an M&#228;nnern ausgerichtet waren und zum gr&#246;&#223;ten Teil auch immer noch sind. Der spezifische Krankheitsverlauf bei Frauen, mit seinem zum Teil andersartigen Symptomen, blieben aufgrund dessen lange Zeit unbekannt. Dementsprechend wurden auch keine neuen Heilmethoden entwickelt. Bei Frauen wurden Herzinfarkte deshalb oft nicht rechtzeitig diagnostiziert und behandelt mit der Folge, dass Frauen &#246;fter an Herzinfarkten starben als M&#228;nner, obwohl diese &#246;fter daran erkrankten.</p>
<p align="right">(vergl. Bundesministerium f&#252;r Senioren, Frauen und Jugendliche)</p>
<p><em><strong>Was hat Gender Mainstreaming nun mit Gewaltberatung zu tun?</strong></em></p>
<p dragover="true"><img src="http://contourag.de/wp-content/uploads/2007/07/fragezeichen.jpg" title="fragezeichen.jpg" alt="fragezeichen.jpg" align="right" hspace="2" vspace="2" />Es hat die Konsequenz, dass Gender Mainstreaming den Blick &#246;ffnet auf die Vielfalt der Individuen mit ihren jeweils spezifischen St&#228;rken und Schw&#228;chen.<br />
„Jede Option f&#252;r alle&#8221; ist hierbei die innere Haltung, die den Zugang zu neuen Geschlechterrollen sowohl von M&#228;nnern als auch von Frauen erm&#246;glichen soll. Stereotype Rollenzuschreibungen, gesellschaftliche Klischees und eigene geschlechtsspezifische Vorurteile werden durch die gendersensible Haltung aufgedeckt und haben somit ihre immanente Macht verloren.<br />
Das biologische Geschlecht ist eine Kategorie, die in den &#252;berwiegenden F&#228;llen eindeutig und stetig ist. Gender meint die Aufdeckung und Infragestellung des „sozialen Geschlechts&#8221;, die &#220;berformung mit Eigenschaften und Verhaltensweisen die stereotypisiert werden.</p>
<p>M&#228;nner und Frauen sind in sich verschieden. Herkunft, kultureller Hintergrund, Temperament, Alter, Schichtzugeh&#246;rigkeit, k&#246;rperliche Behinderung, Bef&#228;higung, sexuelle Orientierung und vieles mehr, sind Dimensionen menschlicher Vielfalt. M&#246;glichst genaue Differenzierung in der Ansprache der jeweiligen Zielgruppen sind somit notwendiger Bestandteil einer gendersensiblen Angebotspalette in der Gewaltberatung.</p>
<p>Mit dieser Haltung, der genderorientierten Gewaltberatung,  k&#246;nnen wir uns auch dem Themenbereich der Gewaltaus&#252;bung durch Frauen n&#228;hern. Dies setzt eine innerliche Bereitschaft voraus, sich kritisch mit den bisherigen Erkenntnissen auseinander zusetzen, Frauen nicht nur in der Position des Opfers zu sehen, sondern sie auch als T&#228;terinnen mitzudenken, ja wahrzunehmen.<br />
Frauen sind Opfer &#8211; Frauen sind gut, z&#228;hlt in dieser manifestierten Aussage nicht!<br />
Gewalt ist immer noch (im Hellfeld)  eine m&#228;nnliche Ressource und dennoch sind Jungen und M&#228;nner nicht nur in der Position als T&#228;ter, sondern auch als Opfer von weiblicher Gewalt wahrzunehmen. Auch wenn die Zahlen der T&#228;terinnen zwischen 10% und 20%, (ebenfalls im so gemannten &#8220;Hellfeld&#8221;) schwanken, also vergleichsweise gering sind, darf und kann dies kein Argument sein die Arbeit mit T&#228;terinnen zu vernachl&#228;ssigen.<br />
Der gedankliche Spagat scheint schwierig, geraten doch vertraute Bilder ins Wanken, wenn &#8220;frau&#8221; die Unsicherheiten, die damit verbunden sind, zul&#228;sst. Die Zweifel und Unsicherheiten sind notwendig damit eine klare Haltung zur Frage der T&#228;terschaft von Frauen entstehen kann. Erst wenn dies geschehen ist, k&#246;nnen wir hinsehen und hinh&#246;ren, wenn M&#228;nner von ihren Missbrauchserfahrungen durch Frauen berichten.<br />
Erst dann h&#246;ren wir ihren Ohnmachtserfahrung zu, weil wir sie innerlich nicht nivellieren oder gar abwerten m&#252;ssen, da wir es akzeptieren k&#246;nnen, dass die m&#228;nnliche Erfahrung eine andere ist als die weibliche.<br />
Sowohl M&#228;nnern als auch Frauen, die im sozialen Bereich t&#228;tig sind und insbesondere mit T&#228;tern oder T&#228;terinnen arbeiten, k&#246;nnen kein Interesse daran haben,  diese Fakten auszublenden. <a href="http://intervenieren.de" target="_blank">Geht es doch darum, beiden Geschlechtern auf ihrem Weg zu einem gewaltfreien Leben zu verhelfen.</a></p>
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		<title>Deutscher Pr&#228;ventionstag</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jul 2007 12:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktivitäten]]></category>

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		<description><![CDATA[Der „12. Deutsche Pr&#228;ventionstag” in Wiesbaden liegt hinter uns. Es ist Zeit, dass sich das „Team Messevorbereitung” der Contour,  Dietrich Seifert und Michael Wenzel,  f&#252;r die Unterst&#252;tzung vor Ort bei den Kollegen von MGM Rhein / Main und N&#252;rnberg bedankt.
Weitere Unterst&#252;tzung in Form von Sach- bzw. Geldzuwendungen kamen von MGM Hamburg, K&#246;ln und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der „12. Deutsche Pr&#228;ventionstag” in Wiesbaden liegt hinter uns. Es ist Zeit, dass sich das „Team Messevorbereitung” der Contour,  Dietrich Seifert und Michael Wenzel,  f&#252;r die Unterst&#252;tzung vor Ort bei den Kollegen von MGM Rhein / Main und N&#252;rnberg bedankt.</p>
<p dragover="true">Weitere Unterst&#252;tzung in Form von Sach- bzw. Geldzuwendungen kamen von MGM Hamburg, K&#246;ln und Wolfsburg sowie von den Instituten Forum Intervention, Institut f&#252;r Gewaltberatung &#8211; Berlin, Beratungsinstitut J. Krabbe &#8211; Lingen, Beratungsinstitut Matzen &#8211; L&#252;beck. Allen sei noch einmal herzlich gedankt!</p>
<p><img src="http://www.gewalt-beratung.org/wp-content/uploads/2007/07/prava.jpg" title="prava.jpg" alt="prava.jpg" align="left" border="2" height="255" hspace="5" vspace="5" width="396" /></p>
<p>Es war bereits unser vierter Auftritt auf dem „Deutschen Pr&#228;ventionstag”. An den zwei Tagen hatten wir ca. 100 Kontaktgespr&#228;che, die eine Gespr&#228;chsdauer von mehr als zwei Minuten umfassten. Wir haben durch die Flyer und das Informationsmaterial auf alle Beratungsstellen, die nach dem „Hamburger Modell” arbeiten, verweisen k&#246;nnen und die Kontaktadressen benannt. Das Interesse war regional wie &#252;berregional sehr gro&#223;. Uns ist bei den Kontakten klar geworden, dass wir demn&#228;chst mit Namen und Visitenkarten direkte Kontakte herstellen, da die Flyer aufgrund ihres Alters nicht mehr die Vielzahl unserer Kollegen wiedergeben. Dazu haben wir neue Ideen, mit denen wir Euch zeitnah “konfrontieren” werden &#8211; mit unseren W&#252;nschen und der Hoffnung auf gro&#223;e Resonanz!</p>
<p>Die Art des Interesses und die Gespr&#228;che mit den Messebesuchern motivieren uns, diesen Weg zur Verbreitung unseres Beratungsansatzes fortzusetzen. Es haben sich mittlerweile Besucher bei uns gemeldet, die wir schon zu Stammkunden z&#228;hlen k&#246;nnen. Die Regelm&#228;&#223;igkeit unserer Pr&#228;sentation tr&#228;gt somit Fr&#252;chte.</p>
<p><img src="http://www.gewalt-beratung.org/wp-content/uploads/2007/07/pravaa.jpg" title="pravaa.jpg" alt="pravaa.jpg" align="right" border="2" height="338" hspace="5" vspace="5" width="410" /></p>
<p>Der Markt der T&#228;terarbeit ist gro&#223;. Es tummeln sich viele neue Einrichtungen, die sich mit T&#228;terarbeit pr&#228;sentieren. Unsere St&#228;rke ist nat&#252;rlich unsere Beratungskompetenz und die Verbreitung der Beratungsangebote in Deutschland, &#214;sterreich und der Schweiz!</p>
<p>Wir wollen  daran weiterarbeiten, die Messepr&#228;senz zu professionalisieren und neue Verbindungen herzustellen. Die n&#228;chsten Termine stehen fest. Es sind: der 13. Deutsche Pr&#228;ventionstag in Leipzig (02.06.08 / 03.06.08) und der Jugendhilfetag in Essen (18.06.08 &#8211; 20.06.08).</p>
<p>F&#252;r Unterst&#252;tzungen jeglicher Art sowie R&#252;ckmeldungen und Anregungen sind wir dankbar.</p>
<p>So ganz nebenbei hatten wir auch einige sch&#246;ne Stunden auf dem Campingplatz am Rhein, in denen wir Tr&#228;ume und weitere W&#252;nsche f&#252;r unsere Arbeit entwickelt haben. F&#252;r mich war es eine gelungene Investition. Besonderen Dank an die Kollegen Rhein / Main und Michael Wenzel.</p>
<p>Dietrich Seifert, Michael Wenzel</p>
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